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Bischof Goudo aus Jeypore und Bischof Nag aus Assam zu Gast

„Partnerschaften sind kein einseitiger Transfer“

13.07.2010 | Hamburg/Kiel (ce/sst). Auf ihrem Weg zur Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes haben Bischof Subas Chandra Goudo und Bischof Godwin Nag aus Indien auch Nordelbien besucht.

Bischof Gerhard Ulrich (li) mit Bischof Nag (mi) und Bischof Goudo
Bischof Gerhard Ulrich (li) mit Bischof Nag (mi) und Bischof Goudo

Neben dem Austausch mit Partnerschaftsgruppen standen offizielle Termine auf dem Programm: Am 8. Juli gab es ein Treffen im Evangelischen Missionswerk und am 9. Juli im Nordelbischen Missionszentrum (NMZ) in Hamburg. Am 13. Juli wurden beide vom Vorsitzenden der Kirchenleitung der Nordelbisch-Lutherischen Kirche (NEK), Bischof Gerhard Ulrich, in Kiel empfangen. Rund 60 Gemeinden in ganz Nordelbien unterhalten zum Teil langjährige Beziehungen nach Indien.

Bischof Ulrich bedankte sich für den Besuch und brachte seine Freude gegenüber den beiden indischen Bischöfen zum Ausdruck. „Partnerschaften sind kein einseitiger Transfer, sondern eine Bekräftigung des gegenseitigen Austausches der Glaubenskraft“, so Bischof Ulrich. So weit geografisch die Kirchen voneinander auch entfernt seien, so nahe seien sie jedoch in dem gemeinsamen Auftrag, an die eine Kirche in der Welt, das Evangelium zu verkündigen. Auch eine zukünftige Nordkirche sei auf die Pflege einer gewachsenen Partnerschaft angewiesen.

Bischof Goudo leitet seit einem halben Jahr die Evangelisch-Lutherische Jeypore-Kirche in Orissa. „Das Nordelbische Missionszentrum ist unser wichtigster Partner“, sagte er am Freitag im Gespräch mit Indien-Referent Eberhard von der Heyde vom NMZ. Bischof Nag steht seit über zwanzig Jahren der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Assam vor. 2003 wurde er als Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirchen in den Himalayastaaten, ein Zusammenschluss der Assam-Kirche mit drei weiteren Kirchen im Nordosten Indiens, eingesetzt. Im vergangenen Jahr hat ihn die Versammlung der Lutherischen Kirchen Indiens zu ihrem Präsidenten gewählt. Auch er betonte die besondere Verbundenheit und Verlässlichkeit der Beziehungen Nordelbiens zu den Lutherischen Kirchen Indiens.

„Die Christen Indiens haben wenig Reserven, sich in ihre Kirche einzubringen“, erläuterte Bischof Nag die Situation in seinem Distrikt. Die Menschen hätten mit so vielen Problemen zu kämpfen, von Armut und Arbeitslosigkeit über politische Diskriminierung, so dass die Gemeinden auf Unterstützung durch Partner angewiesen seien. Das vielfältige Engagement der Kirche in Bildung und Entwicklungshilfe sei aber auch eine große Chance: „Alle Menschen, egal welchen Glauben sie haben, besuchen und nutzen unsere Einrichtungen“, erzählte Bischof Goudo weiter. Diese Dienste seien auch ein unverwechselbares Merkmal der christlichen Kirchen.



 

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