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60 Jahre Christlicher Plakatdienst in Hamburg

Bischöfin plakatiert Friedensbilder in Hamburger U-Bahnhof

06.11.2009 | Hamburg (epd). Bunte Kinderbilder sollen in den kommenden Tagen an allen Hamburger U-Bahn-Stationen auf das Thema Frieden aufmerksam machen.

Bischöfin Maria Jepsen hängt mit Schülerinnen und Schülern Kinderbilder zum Thema Frieden in Hamburger U-Bahn-Stationen auf
Bischöfin Maria Jepsen hängt mit Schülerinnen und Schülern Kinderbilder zum Thema Frieden in Hamburger U-Bahn-Stationen auf

Bischöfin Maria Jepsen startete am Donnerstag die Aktion "ökumenische Friedensdekade", die seit 30 Jahren an den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag (18. November) stattfindet. In der U-Bahn-Station Jungfernstieg hängte sie die ersten Bilder auf. Mit der aktuellen Plakatierung feiert zugleich der Christliche Plakatdienst Hamburg sein 60-jähriges Bestehen.

"Ich hoffe, dass sich viele Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen wenigsten einen kleinen Moment lang von der biblischen Friedensbotschaft berühren lassen", sagte die Bischöfin. Die Seligpreisung für Friedensstifter sei gerade in einer Zeit bedeutsam, in der Gewalttaten die Städte erschütterten und in denen die kriegerischen Auseinandersetzungen in Afghanistan und im Irak über die Medien ganz nahe kämen.

Die Plakate mit den biblischen Friedenslosungen im Format DIN A 1 wurden von Kindern der 6. und 7. Klassen der Walddöfer Gesamtschulen in Hamburg-Volksdorf gemalt. Sie illustrieren die vier Bibelverse "Selig sind, die Frieden stiften" (Matthäus 5,9), "Habt Frieden untereinander" (Markus 9,50), "Suche den Frieden und jage ihm nach" (Psalm 34,15) und "Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens" (Lukas 1,79).

Die "Christliche Plakatmission" war zum Osterfest 1949 gegründet worden. Ein Straßenbahner und ein U-Bahner kamen damals auf die Idee, kleine Bildplakate in den Straßenbahnen auszuhängen. Damit sollte den Menschen in ihrem meist sorgenvollen Nachkriegsalltag Mut und Zuversicht vermittelt werden. In 55 Straßenbahnen waren die ersten Plakate unterwegs. 1950 wurde die "Plakatmission" in den "Christlichen Plakatdienst Hamburg" (CP) umbenannt. Neben den Straßenbahnen warb der CP auch in U-Bahnwagen und auf HADAG-Dampfern.

Ab 1960 wurden die Verkehrsmittel regelmäßig bestückt, 1962 wurde eine bundesweite Arbeitsgemeinschaft gegründet. 1976 warb der Plakatdienst erstmals auch auf Litfaßsäulen. 1995 wurde der Verein in die Arbeitsgemeinschaft der christlichen Kirchen in Hamburg aufgenommen, im Beirat arbeiteten die evangelisch-lutherische, die römisch-katholische, die evangelisch-freikirchliche und die evangelisch-methodistische Kirche zusammen. Ab 2000 wurden die Motive auch digital und gelangten per Infoscreen auf die Bildschirme der U-Bahnwagen.



 

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